Digitale Inklusion

Themenreihe zur “Digitalen Inklusion” auf der re:publica 2013

Auf der re:publica 2013 moderierte ich am dritten Tag den WorkshopB. Dort lernte ich Menschen kennen, die sich für die “Digitale Inklusion” einsetzen. Ich kannte natürlich schon so einiges aus dem Netz und es war großartig nun einmal live dabei zu sein.

Zuerst wurden drei Best Practice-Projekte vorgestellt und danach kam das Panel “Raus aus der Rolle – Behinderung im Fernsehen“. Gern möchte ich euch diese Projekte noch einmal hier vorstellen:

Computer mit Stofftiersteuerung

Das erste war “Computer mit Stofftiersteuerung: Begreifbare Benutzerschnittstellen für die digitale Inklusion?” von Wolfgang Spreicer. Dies ist ein Forschungsprojekt an User Interfaces für ältere Menschen an der TU Wien. Hier geht es darum vereinfachte Möglichkeiten für ältere Menschen zu finden, Computer zu bedienen über die Verwendung von REFID Chips und personalisierten und persönlichen Gegenständen.

"Computer mit Stofftiersteuerung" von Wolfgang Spreicer

Free on Wheels

Im zweiten Vortrag ging es um die Vorstellung des Videoblogprojekts “Free on Wheels” . Hier stellen Arabella und Holger Niederberger den Blog vor in dem es darum geht “Menschen zu zeigen, wie viel Freiheit im Rollstuhl eigentlich möglich ist – auch und gerade beim Thema Reisen!”
Sie hatten vorweg für ihr Projekt über Startnext Geld gesammelt um ihrem Bruder Manuel Niederberger seinen Traum zu erfüllen.

In ihren Videos geht es darum einerseits alle Hürden zu zeigen und andererseits die Leute zu motivieren ebenfalls offener mit ihrer Behinderung umzugehen.

Leidmedien.de – Über Menschen mit Behinderungen berichten

Als drittes stellte Andi Weiland Leidmedien.de vor. Das Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht vorurteils- und klischeefreien Berichterstattung zu fördern. Die SOZIALHELDEN stecken hinter dem tollen Projekt.

Wer etwas verändern will, braucht keinen roten Umhang und auch keine Superkräfte. Engagement, Überzeugung und Mut reichen voll und ganz. Unsere sozialen “Heldentaten” sind der beste Beweis dafür. (Sozialhelden)

Andi Weiland von Leidmedien.de

Die Welt entsteht in Sprache! “An den Rollstuhl gefesselt sein”? Interessant – wer sich das wohl ausgedacht hat und warum merken wir manchmal gar nicht mehr, was wir eigentlich für komische Worte benutzen.
Danke an Leidmedien.de für diese wichtige Arbeit. Sie wollen Journalistinnen und Journalisten für die Berichterstattung über Behinderung sensibilisieren. Weiter so.
Grad ist das Projekt sogar für den Grimme Online Award nominiert.

Raus aus der Rolle – Behinderung im Fernsehen

Panel "Raus aus der Rolle"

In diesen sechzig minütigen Panel von Raul Krauthausen & Lilian Masuhr mit Ninia BiniasMartin Fromme und Erwin Aljukic wurde mir so gar nicht langweilig. Es war interessant sich vor Augen zu führen, wie die Medien Rollen nach Klischees besetzen.

 

Als Positivbeispiel wurde zum Beispiel “My Gimpy Life” genannt, einer YouTube Serie in der Teal Sherer mit ihrem Rollstuhl von ihrem Leben in Hollywood berichtet.

Ich danke dafür, dass ich diese Vorträge moderieren durfte. Ich habe viele neue Perspektiven gesehen. Freue mich über jeden weiteren Menschen, den ich für das Thema hiermit ebenfalls sensibilisieren kann.
Nächstes Mal wünsche ich mir, dass Thema auf einer größeren Bühne zu sehen.

∆ meyola 

One Trackback

  1. By Leidmedien.de auf der re:publica » SOZIALHELDEN e.V. 26 Aug ’13 at 11:22

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